"Anne Dobler" / www.jugendfotos.de

5 Songs, die dich aus dem Stimmungstief holen

„When you’re feeling down and your resistance is low / Light another cigarette and let yourself go“ sangen einst Queen. Nun, als militanter Nichtraucher würde ich wohl nicht zur Zigarette greifen, aber das mit dem letting go klingt gut. Und wozu kann man sich besser fallen lassen als zu feinsten Klängen?

Eben! Deshalb hier, für euch, ohne weitere Umschweife meine Top 5 an Songs, die mich wie Münchhausen selbst am Schopfe aus jedem Stimmungstiefsumpf ziehen.

Top 5: Love is All – Less Than Thrilled

Ganz ehrlich beschreibt Love is All in „Less than thrilled“ eine wirklich unangenehme Situation: Einen Exfreund wieder zu sehen – mit der neuen Flamme im Arm. Die Gedankenspiele und inneren Zerrissenheiten zwischen alten Entscheidungen und neuaufkeimenden Gefühlen, die man eigentlich beerdigt dachte, aber nun wieder ans Tageslicht kommen nimmt man Josephine Olausson, Sängerin der schwedischen Indie-Pop Band sofort ab. Super in den Mix passt da auch die schrille Stimme gepaart mit der Lo-Fi-Anmutung und dem süffisant-fiesen passiv-aggressiven Textstellen wie „I didn’t expect you to be here / And now I don’t know what to say / I’m less than thrilled you’re okay“ – Wer kann da nicht mitfühlen?

Top 4: The Rapture – Sail Away

Auf, auf und davon. Manchmal möchte man genau das. Nur raus, weg, in eine andere Umgebung eintauchen, weg von all den Dingen, die einen an alles erinnern, was so schmerzt. Wie in der Werbung des norddeutschen Bieres mit den grünen Flaschen vom Großsegler springen, in das kühle Meer eintauchen und alles von sich waschen. Hoffnungsvollste Textzeile: „I see sadness, I see pain. But with you, I see hope, I see shame disappear“.

Top 3: The Black Keys – Lonely Boy / Tighten Up

Direkter als die Black Keys kann man sich dem Thema wohl nicht nähern. Auf ihrer aktuellen Platte singt Dan über sich als „lonely boy“ zu gewohnt roughen Sound und stellt fest: „So you tore my heart out / And I don’t mind bleeding“. If he doesn’t mind – why should I? Ja, ich bin einsam, aber hey, was soll’s die Liebe ist es Wert. Wie soll man da noch Trübsal schieben?

Ähnlich geht es in Tighten Up zu: „I wanted love, I needed love, most of all, most of all“ I exactly know how you feel, bro. Man kann sich prima verstanden fühlen, wenn der Rest der Welt mental so weit entfernt scheint.

Ach, was solls, eigentlich ist das ganze Album die letzten drei Alben die beste Medizin gegen Kummer, Lautstärke aufdrehen, durchhören, durch die Wohnung tanzen, besser fühlen!

Top 2: Mando Diao – You can’t steel my love

Wie viele tragische Teenagerromanzen endeten für mich mit diesem Song der schwedischen Rock’n’Roll-Band? Genug jedenfalls, um den Text schneller auswendig gelernt zu haben, als jeden Zauberlehrling. Björn und Gustaf gelingt es hier so unglaublich gut enttäuschte Gefühle in positiv-romantische Euphorie auf ein neues Vertrauen in die Liebe zu wandeln. Nicht zu vergessen, die wohl schönste Liebeserklärung, die man mit vollster Stimme hinausbrüllen kann: „Honey I love you, like the summer falls / and the winter crawls you’€™re above and beyond me.“

Top 1: The Beatles

Wenn gar nichts mehr geht sind immer noch die Beatles zuverlässig zur Stelle. Und hier einen einzigen Song auszuwählen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Selbst mit einzelnen Alben würde ich mich schwer tun. Deswegen einfach ein paar Vorschläge: „Getting Better“ (Der Titel sagt es ja schon), „Lovely Rita“ („Lovely Rita meter maid, Nothing can come between us.“), „Drive My Car“ („Baby you can drive my car / And maybe I’ll love you“), „No Reply“ („This happened once before, When I came to your door, No reply.“ – Quasi die Textnachrichten-Lesebestätigung des letzten Jahrhunderts) und „Ob-La-Di, Ob-La-Da“ („Life goes on, bra“ – Die wunderschön dadaistisch angehauchte Geschichte von Desmond und Molly“)

Und jetzt seid ihr dran, was wäre eure Top 5?

Von Martin Knorr

Martin Knorr

Moin moin, Martin mein Name, begeistern meine Mission. Ich bin leidenschaftlicher Momente-Festhalter und immer auf der Suche nach dem Schönen. Meist bin ich nach innen lauter als nach außen und platze vor Ideen. Ich bin gleichzeitig perfektionistisch und blühe auf im Chaos. Ich bin ein Teilzeit-Scherzkeks – mit rumgetränkter Schokolade. Ich glaube an das Gute im Menschen und bin deshalb Down to Mars.

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