"I think I'll start a new life" by Noukka Signe

Bäumchen wandel dich

Unser Leben ist voll von Veränderung. Ständig ändert sich irgendwas. Das Wetter, die Jahreszeit, die Mode, Pläne, Träume, Menschen. Veränderung ist die vielleicht einzige Konstante in unserem Leben. Sie begleitet uns vom ersten bis zum letzten Tag und selbst wenn wir wollen und uns noch so sehr bemühen, wir können ihr einfach nicht vor ihr weglaufen.

„Nur wer sich verändert, bleibt sich treu“, sagt man. Und wir alle kennen das Gefühl, von Zeit zu Zeit mal wieder etwas in unserem Leben auf den Kopf stellen zu wollen. Aber Veränderung ist nun mal auch immer unbequem und das ist es, was uns manchmal Angst macht. Man muss seine Komfortzone verlassen, Neues wagen und in unbekannte Gewässer segeln. Und dafür brauchen wir vor allem eins: Mut. Der allbekannte „Mut zur Veränderung“ ist keine leere, literarische Phrase.

Wenn man sich entschließt einen neuen und vielleicht ungewöhnlicheren Weg einzuschlagen, sein eigenes Ding zu machen und eigene Spuren zu hinterlassen, statt in denen andere zu laufen, stößt man dabei oft auf Widerstand. So genannte Freunde wenden sich ab, weil sie dich plötzlich nicht mehr wieder erkennen und die Umwelt reagiert nur allzu oft mit Unverständnis und wenig Akzeptanz. Man wird schnell zum Alleingänger, in seinem Kampf um Selbstbestimmung, Individualität und die eigene Identität. Denn um nichts anderes geht es letztlich, wenn man beschließt, etwas zu verändern.

Ich habe einen Bekannten, der sich entschlossen hat, Musik zu machen. Und so unglaublich cool das ganze Klischee von Groupies, Partys auf Hotelzimmern und ausverkauften Konzerten auch sein mag, für die meisten ist da erstmal das Klischee von brotloser Kunst, unbesuchten Gigs, im Keller produzierten Platten und Arbeitslosengeld nach der ersten Tour. Meinem Bekannten war das egal. Das ist schließlich mein Ding, hat er gesagt. Was soll ich studieren, eine Ausbildung machen oder mir einen Job suchen, wenn ich weiß, dass mich das nicht glücklich machen wird? Das fand ich damals schrecklich mutig.

Dabei geht es doch letztlich eigentlich nur darum, sein Leben stets zum Besten zu wenden. Es zu seinem eigenen zu machen, sich selbst gerecht zu werden. Auch wenn man dabei mal Abstriche machen muss. Denn Selbstverwirklichung heißt wohl auch immer Veränderung. Und Veränderung – ich glaube das hatten wir schon – ist nun mal nicht nur bequem.

„Große Veränderungen in unserem Leben können eine zweite Chance sein.“, sagte Harrison Ford einst. Und damit hat er wohl Recht, denn ohne Veränderung würden wir immer nur auf der Stelle treten. Warum also Angst vor Veränderungen haben? Ist Stillstand nicht die schlimmere Alternative?

Machen wir uns nichts vor: In unseren Leben wird sich ständig irgendetwas verändern. Veränderung ist ein Element des Lebens. Es bleibt uns also doch gar nichts anderes übrig, als zu lernen, mit der Veränderung umzugehen. Und uns bewusst zu machen, dass Veränderungen stets die Chance zur Verbesserung des aktuellen Status Quo in sich tragen.

Von Nina Leßenich

Nina Leßenich

Ich bin wild, laut und hochprozentig lebendig. Ich bin Freigeist und Ordnungsliebhaber, bin ein Kleinkind, wenn ich lache. Ich sehe die Welt gern mit meinen eigenen Augen. Ich bin widersprüchlich und in mir stimmig, bin gebrochen und geklebt und daran gewachsen. Ich bin Bald-Journalistin, Wortliebhaber und Gedankensammler und ein paar Zeilen zwischen all dem hier. Und deshalb bin ich Down to Mars.

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