"Maximilian Hühnergarth" / www.jugendfotos.de

Die richtige Art, nein zu sagen

Jeder kennt das. Man lernt jemanden kennen, freut sich, einen guten Freund gefunden zu haben und plötzlich schlägt die Stimmung um… er oder sie will mehr.

Was aber tun, wenn man die Gefühle nicht erwidern kann und will? Wenn man tatsächlich lediglich befreundet sein will? Eigentlich ist es ja gar nicht das eigene Problem, schließlich hat man nichts verbrochen. Und doch macht es einem Gedanken. Ab jetzt könnte jedes Wort falsch gedeutet werden und die Treffen werden unangenehm.

Nicht nur in der Liebe begegnet man oft diesen Szenarien, auch andere unangenehme Situationen kommen vor. Zum Beispiel den Freunden zum zehnten Mal abzusagen, weil man beim besten Willen keine Zeit hat, oder jemandem seine Hilfe auszuschlagen, weil man sich im Moment wirklich um eigene Sachen kümmern muss… dabei hatte man es doch versprochen… Irgendwann wird es unglaubwürdig, dass man plötzlich keine Zeit mehr hat, da kann man so lieb um Verzeihung bitten, wie man will.

Aber wie stellt man es an, das Neinsagen? Man will niemanden verletzen und auf keinen Fall die Freundschaft gefährden, aber deswegen kann man sich ja nicht selbst in den Hintergrund rücken. In der Theorie, im Gespräch mit Freunden klingt es immer so einfach. „Sag ihm doch einfach, dass du ihn sehr gerne magst, aber dass ihr eben nur gute Freunde seid. Das wird er schon verstehen.“ Und wenn man es der Person dann ins Gesicht sagen muss? Dann bringt man entweder gar nichts oder nur sinnlose Sachen hervor. Auf jeden Fall endet es traurig. Danach kann man ihm ja noch erklären, dass man ihn nicht verlieren möchte und dass man sich auf jeden Fall weiterhin treffen sollte, aber in wie vielen Fällen klappt das schon? Es wird nicht wie vorher sein.

Meine Ansicht ist Folgende: Dies sind Situationen, in denen man seine wahren Freunde erkennt! Die werden nämlich nicht sauer reagieren; sie werden nachfragen, ob alles in Ordnung ist und ihre Hilfe anbieten. Und auch der gute Freund oder die gute Freundin, der oder die auf einmal mehr will, wird einsehen, dass er kürzer treten muss, wenn er die Freundschaft nicht gefährden will; das, was das wirklich Wichtige ist.

Es ist eigentlich egal, mit welchen Worten man nein sagt, denn ein Freund wird es einem nicht übel nehmen!

Von Lina Schmeink

Lina Schmeink

Lina studiert aktuell in Köln Filmregie und lernt die Geheimnisse der Filmproduktion kennen.

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