Verzaubert von Ofrin

Dunkelheit. Stille. Umrisse zweier Personen sind schemenhaft erkennbar. Bis kurz darauf ein Spotlight das goldverzierte Kleid von Ofri Brin so zum Strahlen bringt, als würde sie selbst leuchten und ihren Partner Oded neben ihr in einen goldenen Glanz tauchen. Als Ofri kurz darauf mit Einsetzen der Musik zu singen beginnt, möchte man meinen, die goldene Aura habe sich in ihrer Stimme manifestiert.

Hauchzarte, glasklare Töne füllen den gesamten Saal und entführen die Gäste in eine ganz eigene Klangwelt. Das musikalische Reich des sympathischen Berliner Duos Israelischen Ursprungs lässt sich nur schwerlich eingrenzen. Was man sowohl Jazz, als auch Pop nennen mag, bezeichnen Ofrin selbst als „eine Art Avantgarde-Pop, der mühelos Nostalgie und Modernismus kombiniert und jeden im Publikum ins Schwärmen bringt“.

Ins Schwärmen komme ich auch, als Ofri zum Ende ihres Auftritts ihren fabelhaften Sinn für Humor zeigt als sie den Klassiker „What a wonderful World“ in ihrer eigenen wundervollen Art anstimmt, für die zweite Strophe einen „ganz besonderen“ Gast ankündigt und kurz darauf ihre Stimme eine Oktave absenkt und verraucht Louis Armstrong in den Saal zurückbringt.

Und weil Worte der Beschreibung dieser Musik nur schwerlich Gerecht werden können, überzeugt man sich am besten gleich selbst bei einer Hörprobe auf der Website. Unter meinen ganz persönlichen Favoriten sind dabei vor allem „Time For A Decision“ und „Sour Lemon“.

Von Martin Knorr

Martin Knorr

Moin moin, Martin mein Name, begeistern meine Mission. Ich bin leidenschaftlicher Momente-Festhalter und immer auf der Suche nach dem Schönen. Meist bin ich nach innen lauter als nach außen und platze vor Ideen. Ich bin gleichzeitig perfektionistisch und blühe auf im Chaos. Ich bin ein Teilzeit-Scherzkeks – mit rumgetränkter Schokolade. Ich glaube an das Gute im Menschen und bin deshalb Down to Mars.

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